Leben in Jerusalem

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„Ya’ir Netanyahu und seine nichtjüdische Freundin“ oder „Warum Juden keine Nichtjuden ehelichen sollen“

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In Israel gibt es dieser Tage ein viel diskutiertes Thema, welches ein Nichtjude kaum versteht. Im Gegenteil, denn in der Welt betrachtet man die jüdischen Argumente als Rassismus. Heutzutage sollen auch Juden gefälligst „aufgeklärt“ und „modern“ sein und nicht immer wieder „olle Kamellen neu aufrollen“.
Dazu sei eines gesagt:
1. Verbietet die Thora Ehen zwischen Juden und Nichtjuden. Punkt !
Hierbei handelt es sich um ein Verbot, welches G – tt aussprach und wenn hier jemandem Rassismus vorzuwerfen ist, dann ist das G – tt !!! 🙂
2. Ist es innerhalb des Judentums von absoluter Priorität die Existenz des jüdischen Volkes aufrechtzuerhalten. Und das geht nur, wenn Juden Juden ehelichen. Jüdische Männer müssen eine jüdische Frau heiraten, denn ansonsten sind die Kinder keine Juden mehr !
Geht ein jüdischer Mann eine eheliche Verbindung mit einer Nichtjüdin ein, so sind die Kinder keine Juden mehr und dieses Ergebnis gleicht einem Holocaust. Heisst, eine weitere jüdische Generation ist ausradiert. Aktuell bestreitet Premier Netanyahu die öffentlich diskutierte Beziehung seines ältesten Sohnes Ya’ir mit einer norwegischen Nichtjüdin. Sein Sohn unterhalte keine sexuelle Verbindung mit der Nichtjüdin.
Nun kann Ya’ir Netanyahu ja eigentlich machen, was er will. Warum dann der Aufruhr ?
Zuerst einmal müssen wir auf den Großvater, Benzion Netanyahu, schauen. Der Vater von Benjamin Netanyahu verstarb vor noch nicht allzu langer Zeit. In Israel war Benzion Netanyahu eine bekannte Persönlichkeit. Der Historiker stand für Zionismus und Judentum und hatte, darüber hinaus etliche Bücher verfasst. Sein Spezialgebiet war die Spanische Inquisition.
Zu Lebzeiten interessierte uns alle, was Benzion Netanyahu zu der Politik seines Sohnes sagt: Wenn Bibi einmal wieder bereit war, den Palästinensern Land abzutreten.
Vater Netanyahu war dagegen und ein Jude durch und durch. Nicht religiös anzusiedeln, doch traditionell. Nicht jeder Jude muss sofort religiös oder, wie die ausländische Presse es gerne betitelt, EXTREMIST / FUNDAMENTALIST sein. Viele Israelis legen selbst als säkulere Juden Wert auf Tradition und dazu gehört, dass die Nachkommen Juden heiraten. Ansonsten wird die eigene jüdische Existenz in Zukunft ausradiert.
Sohn Benjamin hatte in Bezug auf Judentum nicht mehr viel mit seinem Vater gemein und, offen gesagt, wundert es kaum jemanden, wenn Bibis Söhne mit der jüdischen Identität noch weniger anzufangen wissen. Die Familie ist das beste Beispiel der Assimilation und deren Auswirkungen. Wer nicht mehr viel Wert auf die eigene Identität legt und seine Kinder nicht dementsprechend erzieht, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Stammbaum den Bach hinuntergeht.
Obwohl unser Premier sich als überzeugten Zionisten gibt und dabei ständig die jüdische Geschichte hervorhebt, selber praktiziert er kaum etwas. In Israel wundern wir uns schon lange, wie Bibi zionistische Reden schwingen kann und dann sofort ins Gegenteil umschwingt und mittlerweile sogar Jerusalem teilen will. Wundert es also jemanden, wenn Ya’ir herumsudelt ?
Der Premier wurde nach bekanntwerden einer angeblichen Affäre sofort von der israelischen Organisation LEHAVA kontaktiert. Die Organisation kämpft gegen die jüdische Assimilierung in Israel und wurde bisher tatkräftig von Netanyahu selbst unterstützt. Ein Onkel von Ya’ir Netanyahu drohte sogar mit dem Abbruch der Beziehungen zu seinem Neffen an, falls an der Affäre etwas Wahres dran sein sollte.
Nun kann ja Ya’ir Netanyahu machen, was er will. Aber … sein Vater ist der Premierminister eines jüdischen Staates. Ferner wird sich sein Großvater im Grabe umdrehen, falls der Enkel mit einer Nichtjüdin herummacht.
Des Weiteren stellt sich die Frage, wer für die Studienkosten des jungen Netanyahu aufkommt. Falls der israelische Steuerzahler mal wieder einspringen muss, soll Ya’ir Netanyahu sich gefälligst standesgemäss verhalten. Zieht er es jedoch vor, herumzusiffen, so soll er alle Kosten alleine tragen und auf seine private Security verzichten.
Für eine jüdische Familie ist es immer noch das Schlimmste, wenn eines der Kinder einen Nichtjuden heiratet. Ich selber weigere mich, mich mit derlei „Ehepaaren“ abzugeben. Auch, weil ich diesem Zustand keine Legalität geben will.
Und … was würde wohl geschehen, wenn ein Sohn eines muslimischen Politikers so handelt und sich die Öffentlichkeit entrüstet ? Dann täte niemand von Rassismus reden !
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